Emma Stone as Cruel­la in Disney’s live-action CRUELLA. Pho­to by Lau­rie Spar­ham. © 2021 Dis­ney Enter­pri­ses Inc. All Rights Reser­ved

Die Geschich­te zu Cruel­la de Vil, einem Böse­wicht wie es aus den Disney‘s Klas­si­ker bekannt ist. Doch hier geht es nicht um ihre Machen­schaf­ten gegen Dal­ma­ti­ner, son­dern es geht allei­ne dar­um, wie sie zu dem gewor­den ist, wie wir sie (bald) ken­nen. Hier fin­dest Du die Kri­tik zur Sto­ry, Schauspieler:innen und noch vie­le wei­te­re Ein­bli­cke. 


(L‑R): Paul Wal­ter Hau­ser as Hor­ace, Emma Stone as Estel­la and Joel Fry as Jas­per in Disney’s live-action CRUELLA. Pho­to by Lau­rie Spar­ham. © 2021 Dis­ney Enter­pri­ses Inc. All Rights Reser­ved.

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Kom­men wie zur Sto­ry : 

Estel­la oder auch Ella genannt wur­de von einer her­zens­gu­ten Mut­ter groß­ge­zo­gen und man zeigt sie direkt in ihrer Grund­schul­zeit. Dabei sieht man, dass Ella gequält und gemobbt wur­de. Sie hat irgend­wann einen fik­ti­ven Cha­rak­ter in ihr selbst geschaf­fen, der sich zu hel­fen weiß. Aller­dings fiel die­ser Cha­rak­ter oft nega­tiv auf. Mut­ter und Toch­ter nann­ten sie Cruel­la, weil sie so „cruel“ zu ande­ren ist.

Wie vie­le Kin­der fin­den man­che eher spät ihre Bestim­mung und auch bei unse­rer Prot­ago­nis­tin fin­det sie die­se. An einem Emp­fang an dem hau­te Cou­ture die aus­ge­fal­lens­ten, ein­zig­ar­tigs­ten und impres­sio­nis­tischs­ten Klei­der zele­brie­ren. Dabei fun­keln ihre Augen und spürt direkt : Das ist es !

Ihre Mut­ter fuhr mit ihr dort­hin um mit einer alten Freun­din zu spre­chen und unter­sagt ihr aus gutem Grund das betre­ten des Gelän­des. Aller­dings tut sie, wie man es erwar­ten kann, nicht. Mit fata­len Fol­gen. (Hier blen­de ich mal bewusst den Teil aus um nicht zu hart zu spoi­lern.)

Schmud­del­kind ist auf sich gestellt und ver­sucht das Bes­te zu machen. Zum Glück fin­det sie Freun­de, die sie in ihrer Trup­pe auf­neh­men. Um zu über­le­ben, klaut das Trio mit raf­fi­nier­ten Tricks. Dabei schnei­dert Ella, die tolls­ten Uni­for­men, Kos­tü­me und Klei­der, sprich ihre Lei­den­schaft lernt sie neben­bei wie ein Pro­fi, ohne irgend­ei­ne Unter­stüt­zung. Doch irgend­wann hört sie mit Klau­en auf und arbei­tet in einem Klei­der­ge­schäft wo sie regel­mä­ßig putzt. Ella wäre nicht Ella, wenn sie ihren Charm ein­setzt und für sich wirbt in der Schnei­de­rei zu arbei­ten. Wäh­rend sie mehr­mals gede­mü­tigt und schi­ka­niert wird, setzt sie sich unter einem spe­zi­el­len Ein­fluss zur Wehr. In Cru… hust… ella Manier ! Sie hat ein Schau­fens­ter umge­stal­tet, was zu einer direk­ten Kün­di­gung führt. Doch, im Unglück kommt ihr ein klei­ner Hof­fungs­schim­mer zur Sei­te und nennt sich Baro­nes­se. Eine Mode­de­si­gne­rin, aber nicht irgend­ei­ne son­dern DIE Desi­gne­rin schlecht hin. Sie schau­te sich im Laden um und emp­fand das Schau­fens­ter geni­al. Als sie erfuhr, wer für die­se Wohl­tat zustän­dig ist, wird sie bei ihr ange­stellt. Somit begann Ellas Glück…? 

Als sie her­aus­fin­det, wo sie ist, wo sich die Wege ihrer Mut­ter getrennt haben und die Baro­nes­se ihr Fami­li­en­er­b­stück trug, hat sie ein Ziel : Cruel­la frei­en Lauf zu las­sen. 

Emma Stone as Cruel­la in Disney’s live-action CRUELLA. Pho­to cour­te­sy of Dis­ney. © 2021 Dis­ney Enter­pri­ses Inc. All Rights Reser­ved.

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Die Sto­ry

Dis­ney ver­sucht hier eine tief­grün­di­ge Geschich­te zu schaf­fen, die bei mir wirk­lich gepunk­tet hat. Als der Film als VIP-Access kam, dach­te ich, dass der Film flop­pen wür­de. Des­halb gibt es jetzt erst so spät die­se Kri­tik. Zu mei­nem Bedau­ern, hat mich die Sto­ry total gekriegt. Von Anfang bis Ende, hat­te alles einen Kopf und einen Fuß. Es gab auch eini­ge Momen­te, wo auch ein­fach mei­ne sadis­ti­sche Sei­te sich vor lau­ter Scha­den­freu­de zeig­te. Ein guter Film muss bei mir ein­fach fol­gen­des aus­lö­sen : Gerech­tig­keits­wut, Lacher, Trauer/​Wut, Ver­gel­tung. Das ist hier abso­lut gut gelun­gen. Eini­ge Sachen haben mich etwas ver­wun­dert, man­che erga­ben erst beim zwei­ten und drit­ten Angu­cken einen Sinn. Des­halb lohnt sich das mehr­fa­che schau­en des Films. Doch das Ende ist offen, das heißt, es wird noch wei­ter­ge­hen… und da bin ich schon Feu­er und Flam­me dies zu sehen. 

Schauspieler:innen

Emma Stone und Emma Thomp­son in ihren bes­ten Rol­len. Emma Stone ist und bleibt für mich ein Natur­ta­lent wäh­rend Emma Thomp­son ein­fach eine Per­fek­ti­on dar­stellt. Bei­de haben hier abso­lut gepasst. Auch die Synchronspecher:innen haben hier im deut­schen ihren Job ein­fach geni­al gemacht. Natür­lich ist der bri­ti­sche Akzent im eng­li­schen ein­fach kult, da es ja auch in Lon­don abspielt. Hier hat halt die Geschich­te in Kom­bi­na­ti­on mit die­sen zwei Schau­spie­le­rin­nen ein­fach alles abge­run­det. 

Neben­rol­len, die ich ger­ne erwäh­ne fand ich eben­falls auch als ein­fach pas­send. So wur­den Tie­re teils mit CGI  kon­stru­iert, damit kei­ne unnö­ti­gen Tier­quä­le­rei­en statt­fin­den müs­sen, dass die Tie­re Kunst­stü­cke machen. Die mensch­li­chen Neben­rol­len haben zu dem Gesamt­bild gepasst. Hier emp­fin­de ich nichts groß fehl­be­setzt. Zwar mer­ke ich, dass unser Film auch auf poli­ti­sche Kor­rekt­heit ach­tet, in dem man dun­kel­häu­ti­ge Men­schen mit­spie­len lässt. Ich begrü­ße es, weil Kin­der unse­rer heu­ti­gen Zeit jeder­zeit wis­sen sol­len, dass alle so gut sind wie sie sind und nicht schlecht behan­delt wer­den dür­fen. 

Sons­ti­ge

CGI, die künst­li­che Erstel­lung von Bil­dern (König der Löwen aus 2019) zeigt, dass noch viel mehr mög­lich ist. Wer nicht 100% auf­merk­sam ist, wird das nicht mal mer­ken. Die Ideen in der Geschich­te sowohl die Strei­che, die hier gespielt wer­den sind ein­fach toll und bie­ten den ein oder ande­ren Lacher bzw. stau­nen. Scha­den­freu­de akti­viert sich auto­ma­tisch mit. Ver­spro­chen. Wer mir tie­risch auf die Eier ging ist der Geschäfts­füh­rer vom Laden. Sei­ne Art soll zwar gewollt sein, aber ich könn­te mit sei­ner schmie­ri­gen Art direkt den Kopf ins Klo sen­ken. War­um ? Weil es eine Arsch­kram­pe ist. Ich ver­ste­he nicht, wie­so man mit Men­schen so umgeht und sie behan­delt wie Dreck. Jeder ver­dient einen respekt­vol­len und höf­li­chen Umgang und nicht so einen schmie­ri­gen selbst­gei­len Ficker. Sor­ry, da stel­len sie die Haa­re am Nacken hoch. 


Emma Thomp­son as the Baro­ness in Disney’s live-action CRUELLA. Pho­to by Lau­rie Spar­ham. © 2021 Dis­ney Enter­pri­ses, Inc. All Rights Reser­ved.

Fazit

Wie ich schon erwähn­te bie­tet die Sto­ry alles, was eine Sto­ry brin­gen muss. Mit Emma Thomp­son und Stone ist der Film ein­fach ein Erfolg. Das erken­ne ich auch an vie­len Aus­sa­gen eini­ger eif­ri­ger Leser:innen und Besucher:innen vom Dis­ney­land Paris. Den Film kann man zwar mit der gesam­ten Fami­lie schau­en, den­noch wür­de ich ein Min­dest­al­ter von ca. 8–10 emp­feh­len. Wenn Du Fra­gen dazu hast, wen­de Dich bit­te per Kon­takt­for­mu­lar an mich. 

Cruel­la ist mir mitt­ler­wei­le sehr sym­pa­thisch gewor­den. Auch der Live-Action von 101/​102 Dal­ma­ti­ner mit Glenn Clo­se ist ein­fach legen­där und soll­te man im Nach­hin­ein auch mal anschau­en, denn Par­al­le­len kann man sicher erken­nen. Der Film bekommt von mir 5 von 5 Mickeys , weil ich den Film zur Zeit in Dau­er­wie­der­ho­lung bei Dis­ney+ habe und es nicht als lang­wei­lig emp­fin­de. 

Was meinst Du dazu ? Hast Du ihn schon gese­hen ? Schreibs in die Kom­men­ta­re (auf FB auch mög­lich). 

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