Phantasialand 2018
Am 30 Juli 2018 fuhren meine Arbeitskolleginnen, ihre Kinder und Männer sowie ich mit ins Phantasialand. Der vor 51 Jahre erbaute Freizeitpark ist neben dem Europa-Park einer der ältesten Parks Deutschlands und verzauberte damals mit seiner fantasievollen Welt alle Menschen. Meine Kolleginnen sind mehr als 10 Jahren nicht mehr im Park gewesen und haben sich großes Verhofft. Doch ob ihre Erwartungen übertroffen worden sind oder ob es nicht mehr als heiße Luft zu erwarten ist, das werden wir bald zusammen analysieren.
Wichtige Anmerkung: Da es mehrmals zu Missverständnissen gekommen ist hier eine kleine Klarstellung.
Dieser Review ist ganz nüchtern und ich werde mir nie erlauben einen Park mit dem Disneyland zu vergleichen. Vor allem Thematik und Attraktionen, denn hier sind alle ein Unikat. ;)

Angekommen, musste ich für eine Freikarte (durch die Club-Karte vom Europa-Park) an den Haupteingang. Was mich etwas nervte, weil ich ewig am Asien Eingang warten musste um an die Kasse zu kommen und das nicht wusste.
Als dann noch kaum Attraktionen geöffnet waren entschloss ich mich dem Gäste-Service einen Besuch abzustatten. Warum? Ich will wissen, ob es sich für meine Besucher und Freunde, die beeinträchtigt sind auch wirklich ein Besuch nach Brühl lohnt...
Inklusion? Fehlgeschlagen!
Ich ging also zum Gäste-Service neben dem Maus au Chocolat und wollte fragen ob es ähnliche Bedingungen wie im Europa-Park oder Disneyland gibt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen schneller durch den Ausgang reinkämen. Die Antwort war so schnell gekommen wie meine Enttäuschung: Nein gibt es nicht. Im Gegenteil. Je nach Beeinträchtigung muss eine Verzichtserklärung unterschrieben werden, um das Fahrgeschäft nutzen zu dürfen. Online gibt es eine Brochüre in denen sich das Unternehmen rechtfertigt.
Ich zitiere von der Brochüre (hier downloaden): "Die für Fahrgeschäfte geltende Norm DIN EN 13814 besagt: „Ein Ausschluss von der Fahrt aufgrund von Gesundheits- oder Sicherheitsgründen zählt nicht als Diskriminierung“."
Natürlich gibt es bei Normen und bei Vorgaben des TÜVs und des Gesetzesgeber kein Platz für Abnormen und Abweichungen. Das ist ganz klar richtig. Wie ich schon manche Leute sagen hörte musste ich dem Ganzen auch wirklich Recht geben und diese zitiere ich auch sehr gerne.
"Dann baut man so, dass es der TÜV erlaubt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen mitfahren dürfen."
Dem brauche ich wirklich nichts hinzuzufügen und empfinde hier, dass das Phantasialand eigentlich hier ein wenig Nachholbedarf hat, denn auch in Deutschland gibt es die Inklusion und die muss m.E. nach JEDER nachkommen.

Wenn es um's Essen geht, braucht sich preislich gesehen das Disneyland wirklich nicht zu schämen, hohe Preise anzubieten. Das Phantasialand macht es genauso mit ähnlicher Qualität (Casey's Hot Dogs können hier verglichen werden). Auch die Getränkpreise sind dem des Disneylands genau so hoch. Doch hier ist das Phantasialand dem Disneyland einen kleinen Schritt voraus. Die Warteschlangen können von Mitarbeitern mit einem kleinen Wagen besucht werden und verkaufen dort bei durstigen und dehydrierenden Gästen ihre Cola, Fanta usw. Ganz netter Trick. Doch wenn es um die Zahlung geht, kann man nur in Bar zahlen. Schade! Wäre ja auch zu schön gewesen. Denn ich bevorzuge nach wie vor mein EC/Visa-Karte. Natürlich kann man auch in ein Restaurant essen gehen, nur das habe ich so als Gast gar nicht wirklich gefunden.
Ergebnis: Clever gemacht. Qualität müsste noch nachgebessert werden. (betrifft in meinem Fall die Asianudeln)
Update: Nach einigen Diskussionen mit einigen Leuten, habe ich doch nur das "Nötigste" gesehen, hierbei erwähne ich fairerweise, dass es noch andere Buden gibt, die günstigeres und besseres Essen anbieten. Ich freue mich natürlich dies demnächst mal ausprobieren zu können. Dazu muss man mich nur mal rumführen. ;-)
Adrenalin und Fahrgeschäfte

Wer Adrenalin, Action und eine nasse Abkühlung sucht, wird im Phantasialand voll auf seine Kosten kommen. Die neuen Attraktionen bieten Komfort, Adrenalin und den gewünschten Spaß. Während der Europa-Park seine alten Attraktionen erneuert und den Komfort bei den Wägen erhöht, kann man im Phantasialand vergebens warten. Die Rückenlehnen der alten Achterbahn reichen mir persönlich nur zur Hälfte und haben mir oft wehgetan. Im Europa-Park erwirkt man bei der Renovierung der Achterbahnen, dass Menschen mit Beeinträchtigung sich beispielsweise nicht unbequem und unwohl fühlen. Auch die Fahrt verschiedener Fahrgeschäfte empfinde ich als sehr fragwürdig. Bei der Achterbahn Colorado Adventure, habe ich mir mehrmals den Rücken verzerrt und das als gesunder Mensch. Dennoch wer die Taron fährt, fährt eine Achterbahn der Superlative. Ich liebe es vor allem beim zweiten Mal durch die Bahn beschleunigt zu werden. Auch die Chiapas ist thematisch super gestaltet und liefert Spaß ohne Ende. Ich möchte ja auch nichts schlecht reden. ;-)
Thematisierung
In diesem Punkt halte ich mich neutral. Hier sind ganz unterschiedliche Thematisierungen und wollen nicht in Konkurrenz stehen. Geschmäcker sind verschieden und so soll's auch bleiben. Was ich dennoch als sehr gelungen empfinde ist Klugheim, der neue Bereich vom Phantasialand sowie Wuze Town. Eine Parade gibt es leider nicht. Shows habe ich mir nicht angeschaut, deshalb bleibe ich da auch komplett wertfrei. :-)
Fazit
Das Phantasialand. Ein Freizeitpark mit stark begrenztem Platz, mit vielen Hürden und Hindernissen. 2001 der Großbrand der Gebirgsbahn und der damit verbundenen Problemen mit dem TÜV und der Menschen mit Beeinträchtigung. Denn von einem Insider wurde mir gesagt, dass durch diesen Brand große Schwierigkeiten entstanden sind, beeinträchtigte Menschen aus der Bahn zu bekommen. Daraus sei die Konsequenz entstanden, dass Schwerbehinderte nicht mehr einfach so mitfahren dürfen. Auch beim Parkplatz verdient hier nicht das Phantasialand dran sondern ein Drittanbieter. Das Geschäft scheint recht lukrativ zu sein. Durch den Platzmangel, besteht auch das Problem, dass vieles recycelt werden bzw. der Platz noch weiter ausgenutzt werden muss. Dadurch hat das Phantasialand viel von seinem (alten) Flair verloren und meine Arbeitskolleginnen waren sehr enttäuscht nicht mehr das Brandenburger Tor zu besteigen und Silver City zu besuchen.
Preis-/Leistungsverhältnis
Auch das Preis-/Leistungsverhältnis vom Phatasialand ist "so la la", weil man am späten Nachmittag den ganzen Park durch hat, sofern man sich nur auf die Fahrtgeschäfte konzentriert. 47,50 würde ich einmalig im Jahr ausgeben und tut auch nicht weh. Vor allem als Club-Mitglied vom Europa-Park ist das keine Fehlinvestition. Die neue Achterbahn, die 2019/2020 rauskommen soll, wird sicher für die kommenden Jahre das Review und die Erfahrungen sicher heben. Dennoch haben die Mitarbeiter mit mir viel Spaß gehabt, haben mit mir gelacht und ich konnte sagen, dass ich hier respektvoll und freundlich behandelt wurde, was im Europa-Park schon einmal nicht der Fall war und ich darüber noch sehr enttäuscht bin. Trotzdem ist ein Besuch in Brühl definitiv empfehlenswert. Vor allem für die Menschen, die in der Gegend wohnen ist das definitiv immer ein Besuch wert.
Rendez-Vous Gourmand 2018
Für eine gute halbe Stunde durfte man "en Coulisse" warten, bis es zur Eröffnungsfeier von "Rendez-Vous Gourmand de Disneyland Paris" ging. Beim Verlassen von Studio 1, hörte man Jazz-Musik erklingen und man konnte sich einer schönen Kulisse unter dem Banner des Events erfreuen.Read more
Coco - lebendiger als das Leben
Coco kam November 2017 in die deutschen Kinos, am 29. März 2018 auf DVD/Blu-Ray und verzaubert Große als auch Kleine mit der mexikanischen Kultur. In Mexiko wird der Dias de los Muertos gefeiert. Was bei uns am 1. November in einigen Bundesländern als Allerheiligen-Tag gefeiert wird, ist bei den Mexikanern der Abend vom 02. November, sprich Tag der Toten.

Die Philosophie im Film
Philosophisch betrachtet behandelt der Film den Tod. Das ist in meinen Augen sogar ein wichtiger Schritt, denn nur wer an seine liebsten Verstorbenen denkt, wird auch nicht vergessen bzw. lebt weiter. Ich persönlich glaube ja auch daran, dass sie nicht weg sind und uns immer neue Zeichen im Leben geben um weiterzukommen. Die Liebe zu einem Menschen stirbt auch nicht und geht bekanntlich über den Tod hinaus. Auch wenn die katholische Kirche meint, dass eine Ehe durch den Tod getrennt wird. Was absolut nicht mehr dem Weltbild entspricht, denn es zählt keine Ehe, sondern eine Liebe zwischen zwei Menschen.

Die Sicht des Pädagogen
Pädagogisch betrachtet muss man objektiv an die Sache rangehen. Den Tod verstehen tun bis heute einige Erwachsene nicht und ist ein sehr heikles Thema. Disney/Pixar hat es sich wohl zur Aufgabe gemacht, dass hier der Tod als etwas Selbstverständliches gehandhabt wird. Es wird zwar keine Werbung dafür gemacht zu sterben, dennoch ist der Tod auch etwas Schönes, wie man im Film unschwer erkennen kann. Sobald ein Mensch im Film stirbt, kommt er in das Reich der Toten, wo Blumen und Lichter in allen Farben zu sehen ist. Auch Alebrijes, sprich farbige Tiere sind vorhanden. Sie entspringen ja eher der Fantasie, was aber hier absolut nicht verwerflich ist, denn das Reich der Toten hat bis jetzt noch keiner gesehen. Ob ein Kind den Tod so versteht wie ein Erwachsener ist tatsächlich vom Zustand des Kindes abhängig zu machen. Ich würde nie einem Kind einen Film vorsetzen, das schnell Angst vor Etwas hat. Hypochondrie (Einbildung von Krankheiten) muss nicht zwingend gefördert werden. Wenn Du aber als Mama, Papa o.Ä. mit Deinem Kind darüber sprichst und Du das noch einmal verarbeitest, wird das Kind sicher kein Problem damit haben. Es ist auch wichtig gelegentlich das Kind zu fragen, wie fühlst Du Dich? Hast Du Angst oder findest Du das schön? Wenn Dein Kind auch nicht auf das Thema anspringt, ist es auch gut manchmal ruhig zu bleiben. Wie gesagt, wäge es ab, denn nur Du kennst Dein Kind am allerbesten. Dies waren nur kleine Tipps und Ratschläge. Funfact: Wusstest Du, dass Pinjatas aus Alebrijes bestehen?
Worum geht es?
+++++ Ich möchte hier erwähnen, dass ab hier gespoilert wird. +++++

Miguel ein Junge aus Santa Cecilia darf keine Musik hören oder spielen. Ihre Abuelita (Oma) verbietet es ihm ausdrücklich. Dies kommt davon, dass die Mama von seiner Urgroßoma namens Coco von einem Musiker verlassen wurde und sie ganz allein mit Kind war. Durch das Produzieren von Schuhen, wuchs die Familie und das Geschäft. So wurde aus dem Schuhbetrieb ein Familienbetrieb. Die Schuhmarke Rivera war in Santa Cecilia gut angekommen. Doch Miguel, hat wie auch bei Arielle oder bei Rapunzel einen Traum: Die Musik. Die Musik hat er also heimlich in seinem Versteck gemacht.

Am Dias de los Muertos war dann ein Talentwettbewerb auf der Mariachi-Plaza (Musiker-Plaza) organisiert an dem Miguel erwischt worden ist. Lange Rede kurzer Sinn: Ein Missverständnis als auch ein Riesenstreit entstand und seine gebaute Gitarre wurde zerstört von seiner Abuelita. Er läuft weg und möchte doch dort teilnehmen. In Santa Cecilia gab es noch eine große Berühmtheit, Ernesto de la Cruz! Ein berühmter Sänger mit dem Slogan „Nutze deinen Augenblick.“ gesagt getan!
Miguel steigt in sein Mausoleum und stiehlt die Gitarre von ihm. Doch wer am Tag der Toten stiehlt landet auch ins Totenreich. Miguel traf dann auch seine Ur-Uroma Imelda, sprich Cocos Mama. Die gab ihm seinen Segen mit der Bedingung keine Musik mehr zu spielen, was Miguel jedoch nicht akzeptierte und auch dort wegrannte. Doch wenn er den Segen nicht annimmt ist er nach Sonnenaufgang ebenfalls tot. Er trifft auch dort andere Gestalten, wie Hektor, der nicht am Tag der Toten zurück in die Welt der Lebenden kann, weil sein Foto auf keiner Ofrenda (Familienaltar) steht. Denn nur am Tag der Toten können die Toten in die normale Welt um ihre Familie zu besuchen. So hat Hektor ihm vorgeschlagen ihn zu Ernesto zu bringen, den er kennt.

Ein lustiges Abenteuer als auch viel Herzschmerz wird dich begegnen. Ab hier höre ich auf zu spoilern, denn worum es geht wissen wir und das Ende möchte ich Dir nicht verraten. Dazu müsstest Du den Film selber kaufen oder (legal auf Amazon/Apple etc.) streamen.
Mein persönliches Empfinden
Der Film ist liebevoll und detailreich gestaltet und geht sehr ans Herz, da ich vor 10 Jahren meine Schwester (4 Jahre) in meinen Armen verloren habe und der Film auch vermittelt, dass ich mich an sie erinnern soll. Nicht nur der Tod wird hier behandelt, nein auch der Umgang mit dem Verlust eines wundervollen Menschen den man sehr geliebt hat. Deshalb passt der deutsche Titel „lebendiger als das Leben“ tatsächlich ganz gut. Ich habe mir die englische, die deutsche und die spanische Version angeschaut, verglichen und empfand tatsächlich zum ersten Mal die deutschen Synchronstimmen, Übersetzungen als auch Dialekte sehr gut gelungen und hier ganz nah am Englischen. Sehr gefreut hat es mich, als ich gesehen habe, wer Miguel synchronisiert hat. Salvatore Sciré, ein kleiner Junge der beim Supertalent mit einem Song von Adele echt abgeräumt hat.

Fazit
Miguel, Hektor und Imelda habe ich stark in mein Herz geschlossen. Mein absoluter Favorit ist Dante, ein obdachloser Hund der ein einfach toller und süßer Kerl ist. Ich nenne ihn die Wurst. Hier beweist auch Disney wieder die Macht der Magie und Liebe, ein Film der wirklich m.E. zu schauen ist und ein Musthave in Deiner Sammlung sein sollte. Mein erster Eindruck war ein schlechter, da habe ich aber dem Film unrecht getan, denn jetzt habe ich mittlerweile auch ein Grito (spanisch für Schrei – sowas wie „arrrrriiiiiibaaa“) und würde ihn jederzeit im Disneyland rumschreien.
Wenn Du unsicher bist, leihe Dir den Film doch einfach bei einer/einem Freund/in aus und entscheide dann, ob Du ihn mitnehmen willst.

Mary Poppins returns
Mary Poppins kehrt nach mehr als 50 Jahre zurück. Doch was unterscheidet sich zum Klassiker aus 1964. Sind die alten Elemente noch zu bestaunen und vor allem stellt man sich die Frage: Verzaubert der Streifen auch?Das und mehr verrät Dir dieser Review.

Mit der Tür ins Haus
Der Pendant zu Bert (Dick van Dyke) fängt wie im ersten Film ein Lied zu singen. (Unter Londons Himmelszelt)

Während die Kinder einkaufen sind, rumpelt Michael und Jane alles aus dem Dachboden aus. Wer genau schaut findet Requisiten aus Walt‘s Meisterwerk. Zum Beispiel: Bauklötzchen, Aufziehclown und der berühmt-berüchtigte Drache den George Banks mit den Kindern geflickt hat. Der landet natürlich draußen im Müll und wird wie durch Zufall vom Winde verweht. Goergie, der Kleinste vom Kindertrio ist, der Einzige, der die Welt durch Kinderaugen sieht und den Drachen durch Zufall findet. Er hält ihn fest und fliegt tatsächlich mit. Am Ende half Jack, damit der Sprössling nicht komplett in den Wolken verschwindet, siehe da, wie im ersten Teil steigt Mary Poppins ab und ist erschienen um die Banks zu retten.

Viel Inhalt, wenig Background
Als Mary Poppins vor Michael und Jane steht, glauben sie ihren Augen nicht. Sie fragten sich, ob die Geschichten mit Mary tatsächlich stattgefunden haben. Hier frage ich mich: Wie kann man seine schönste Zeit als Kind vergessen? Ich hinterfrage mich: Ist das nun wirklich deren ernst? Kann man sich sowas nur ausdenken? Finde es sehr traurig.
Bis dahin, will ich in der Geschichte erzählen, denn der Rest sollst Du schon selbst rausfinden, sofern Dich der Text schon interessiert hat.
Die Szene mit der Schüssel, in denen sich die Kinder, Jack und Marry auf die Reise begeben erinnert sehr stark an den Moment, als Bert mit den Kindern in die Bilder gehüpft ist. Hier hat man den Klassiker stark wieder erkennen dürfen, dabei haben mir die gemalten Pinguine und Figuren gut gefallen.
Ebenso gefiel mir die Szene mit Meryl Streep (Topsi) ganz gut, nur war mir das Ganze zu kurz und trivial. Auch im späteren Filmverlauf stört mich, dass man hier von Topsi absolut nichts mehr mitbekommt. Natürlich soll man das vergleichen möglichst unterlassen, doch alle Szenen beim Vorgänger, hatte jede Szene irgendwo einen Nutzen. Der Witz mit Krauskopf: In der Bank hat es dafür die Junior-Jobstelle gegeben. Superkalifragilistikexpialigetisch war nicht nur für die Kinder amüsant, nein es hat den Vater einfach aus der Patsche geholfen. Im zweiten Teil wird dem Vater eigentlich den Kopf gewaschen, in dem er mehr auf seine Kinder hören muss bzw. dass man öfters die Welt mit Kinderaugen schauen muss. Fantasie-, Hoffnungs- und Farbenreich!

Ein herzerwärmendes und zu kurzes Ende
Das Ende der Story war sehr spontan und eher zufällig. Ein Ende, das etwas zu schnell ist. Die Banks erreichen durch diverse Tricks doch tatsächlich vor der angegebenen Zeit das Ziel und können rein theoretisch ihr Haus retten. Gerettet wird es durch den CEO der Bank der von Dick van Dyke gespielt wird. Erfreulich ist es Dick wiederzusehen. Es ist wirklich eine Szene die einem ans Herz geht. Auch im Ursprungsfilm ist Dick der Gleiche, er war ebenfalls der CEO der Bank. Hier muss man halt bedenken, dass der gute Mann über 90 Jahre alt ist und so sehr man es sich wünscht, nicht mehr leisten kann. Natürlich hätte man auch Bert im hohen Alter zeigen können, doch was noch nicht ist, kann ja noch werden. Denn seit anfang 2019 wurde veröffentlicht, dass ein Sequel also eine Fortsetzung zu Mary Poppins Rückkehr in Entwicklung steht. Quelle: Screenrant.com

Effekte, CGIs und Schauspieler*innen
Gehen wir in die Einzelheiten ein. Angefangen von der Musik. Ich habe es anfangs oft schwer mich an neue Musik zu gewöhnen. Oft muss ich mir mehrmals die Lieder anhören um sie zu mögen. Das hat hier aber schneller funktioniert. Das Eröffnungslied, Stellt euch das nur mal vor, das was ihr vermisst oder auch das Licht bei den Lyries sind einfach ein Meisterwerk. Sie sind liebevoll, sie gehen ans Herz und sie sind auch gut übersetzt. Hier streiten sich aber die Geister. Deshalb empfehle ich immer: Wer mit Deutsch nicht kann, soll sich lieber das Englische anhören.
Die Spezialeffekte waren allesamt gelungen und mir fiel nichts nennenswertes ein. :)
Meryl Streep ist in Musicalfilmen immer gut aufgehoben. Sie macht wie immer einen formidablen Job. Emily Mortimer (Jane Banks) und Ben Whishaw (Michael Banks) wirkten frisch, jung und konnten ihre Gefühle überzeugend spielen. Julie Walters, die verrückte Haushälterin war einfach ein toller Sidecharakter und hat mich oft zum lachen gebracht, ihre Art war genau richtig für den Film. Kinder möchte ich ungerne bewerten, da ich als Erzieher einfach immer erstaunt bin, was Kinder schaffen und wie sie uns so oft in die Tasche stecken. So gut schauspielen kann ich nicht, definitiv nicht. Deshalb meine Hochachtung.
Über Dick van Dyke brauch ich nicht reden. Eine Disneylegende ist und bleibt eine Legende. Colin Firth ist immernoch ein charmanter Mann, ein Mann der hier auch richtig und authentisch etwas gespielt hat, was in der Welt noch immer zählt: Das Geld.
Nun kommen wir zu den Hauptrollen.
Emily Blunt:
Kennengelernt habe ich Emily Blunt bei "Der Teufel trägt Prada".
Ich mochte sie von Anfang an. Ihre Rolle kam damals authentisch und trotz ihrer pubertärenden Rolle doch als warmherzig rüber. Bei "Into the Woods" war ich sehr enttäuscht. Es kam emotional nichts an mich ran. Der Film ging gar nicht an mich. Vielleicht lag es unter anderem auch daran.
Dass Emily eine Mammutsaufgabe bei Mary Poppins Rückkehr hat, ist mir bewusst. Es ist nicht leicht Julie Andrews nachzuahmen. Doch ich habe das Gefühl gehabt, das wollte Emily nicht. Im Gegenteil. Sie setzte eigene Akzente, ohne Mary Poppins zu verändern, denn sie hat ihre Warmherzigkeit zwar nicht oft aber prägnant spüren lassen. Sie war optisch gesehen passend, denn eine andere Schauspielerin war m.E. auch nicht wirklich passender. Ebenfalls die deutsche Synchronstimme war passend dazu. Für mich ist sie die passende Mary Poppins. Vielleicht wird es einen Teil mit der "alten" und "neuen" Mary geben? Das wäre wünschenswert.
Lin-Manuel Miranda ist mir komplett unbekannt, also ein Newcomer sozusagen. Er war für mich in der deutschen Fassung angenehm und so mag ich ihn auch. Im Englischen fand ich den Gesang fehlplatziert. Warum? Nun eine Ente kann meiner Meinung nach schöner singen. Nicht dass er keine Töne trifft, ich empfinde die Stimme nur als störend. Dennoch ist sein Erscheinungsbild wirklich passend und auch die Kostümierung der Charakter hat super gepasst. Nur ein einziges Mal war etwas zuviel des guten Mannes zu sehen. (Mich stört es nicht - im Gegenteil :)) Das Einzige was mich wirklich stört sind seine Alltagserscheinungen. Lange Haare und rasiertes Gesicht passen überhaupt nicht. Er soll besser als Jack erscheinen.

Fazit
Lohnt sich denn der Film? Definitiv. Für Mary Poppins Liebhaber, für Mary Poppins Neulinge, groß und alt. Es ist ein Film der Dich ein wenig in die Sorglosigkeit begleitet, für knappe 2 Stunden. Ein bis ins Detail geplanter Film ist immer interessant, denn man kann viele Easter Eggs finden. Zum Beispiel gibt es 5-6 hidden Mickeys. Darunter findet man auch Requisiten aus dem ersten Film oder man sieht einen Tisch den man nur im Club 33 vom Disneyland Resort bestaunen darf. Man muss den Film jedoch mehrmals sehen um die Easter Eggs zu finden. Auch zu finden ist Karen Dotrice, die die kleine Jane Banks gespielt hat. Doch hier werde ich keine Bilder zeigen, sondern überlasse das fröhliche Entdecken Dir.

Die Schöne und das Biest Musical
Die Schöne und das Biest erlebt(e) 2018 ein kleines Revival mit einem Ungarischen Ensemble. Ob es sich wirklich lohnt, das Musical anzuschauen oder man sich doch besser das Geld spart, kannst Du hier nachlesen.
Über die Besatzung
Das Musical wurde produziert von "BB Promotion GmbH" und wie man über die Homepage lesen kann wird kommt hier das Budapester Operetten-und Musicaltheater zum Einsatz. Wer mit Budapest nichts anfangen kann: Budaspest ist die Hauptstadt von Ungarn.
Kleine Fakten über die Truppe:
Insgesamt über 100 im Team.
Musiker: 21 Leute
Darsteller/Schauspieler: 26 mit Solisten 41
Meine Erfahrung in der Rockhal
Die Rockhal, eine Halle in der gerockt wird. Eine Halle, in der Musicals oder Theater aufgeführt werden. Eine Multifunktionshalle.
Was mir positiv aufgefallen ist: Der Parkplatz war direkt nebendran und man konnte kostenlos dort parken. Keine 5 Minuten und schwubs warst Du da. Und nicht nur das: Neben der Rockhal gibt es ein Einkaufszentrum sowie Supermarkt (Delhaize). Du kannst also noch vorher essen gehen mitten im Herzen von Belval (Gemeinde Esch/Alzette).
Kleine Info:
Belval ist ein stark wachsendes Städtchen im weiten Süden Luxemburgs und man erkennt die Geschichte des Landes. Das Land wurde durch das "Minett" schnell reich durch das hohe Eisenvorkommen. Dies erkannten die Luxemburger und haben einen riesigen Eisenexport betrieben, dass Geldsorgen verschwunden waren. Doch darum geht es in meiner Rezension nicht.
Was mir negativ aufgefallen ist:
Kurz vor der Aufführung, war es erstickend heiß. Jedem in meinem nahen Umkreis meinte es wäre heiß. Nicht nur das, leider waren die Stühle so ungemütlich, dass nicht nur meine Nachbarn sich über Rückenschmerzen beklagten, sondern auch ich.
Soweit so gut, wir kommen zum wichtigen Teil: Der Aufführung.
Die Aufführung
Die Aufführung dauert insgesamt 145 Minuten und begann bei mir um 15:00 Uhr und endete um 18:00 Uhr.
Die Aufführung beginnt
Du hörst das Orchester und freust Dich, dass es beginnt. Eins muss ich anmerken: 21 Musiker sind natürlich kein Vergleich zu einem Orchester aus dem Tanz der Vampire. Ein Kritikpunkt hätte ich: Ein großen Tick lauter hätte dem Publikum gut getan. In der 2. Reihe war es mir persönlich zu leise.
1. Akt: 90 Minuten lang. Nach der 45 Minute schmerzte mir mein Rücken schon vom Stuhl. Die Aufführung begann am Anfang schon holprig, denn die Darsteller sprachen Deutsch mit einem slawischen-Akzent. In anderen Wörtern: Nicht alles und jeden habe ich verstanden. Das Bühnenbild hat mir sehr gut gefallenund auch die Tänze sowie die Kostümierungen der einzelnen Schauspieler bis auf Le Fou. Der gefiel mir gar nicht. Weder gekleidet noch "frisiert". Seine Rolle spielte er neben Lumiére am Besten. Witzige und charmante Passagen waren zu sehen. Hervorgestochen sind Lumiére mit Compagnon Von Unruh. Die Beiden haben ihre Rolle wirklich fabelhaft gespielt während Belle mir nicht wirklich gut rüberkam. Sie wurde halt gespielt... der Gesang war gut aber das Schauspiel selber war "in Ordnung". Das Bühnenbild zum Schloss fiel mir positiv auf, es war extrem wandelbar und gab dem Zuschauer immer ein neues Bild. Bei dem Lied "Sei hier Gast" ist mein Disneyherz komplett aus allen Fugen geraten und gab mir zum 1. Mal das Gefühl, dass ich im Musical angekommen bin.
Pause: 15 Minuten. Hier gab es nichts zu bemerken außer dass ich es eine Frechheit finde 50 Cent für einen Pappbecher zu verlangen.
2. Akt: 55 Minuten lang. Der zweite Akt lief an. Das Biest habe ich neben Tassilo am schlechtesten Verstanden. Auch während der Pause habe ich bei Gesprächen aufgefangen, dass das eher die "Russische und das Biest" wäre. Tassilo hat zum Schluß auch eine Pointe komplett versemmelt. "Muss ich jetzt im *lange Pause* Sch Schrank schlafen?" Leider lachte Niemand mit, was mich enttäuschte. Auch das "Ableben" vom Biest war eher sitzend als liegend geschehen, was mich etwas verwirrte und ich nicht positiv wahrgenommen habe. Da aber Geschmäcker verschieden sind, fällt dies nicht in die Wertung.

Wertung
Da Geschmäcker verschieden sind, kann ich nur meine subjektive Bewertung abgeben. Mein System ist ganz einfach. Es gibt 5 Sterne. Während 1 grottig bedeutet, bedeutet 5 superkalifragilistikexpialigetisch.
Zum Überblick:
Positiv:
+ Charmant
+ Viel Witz
+ Bühnenbild
+ Verkleidung
+ Rolle gut gespielt
+ Kult-Musical
+ Gratis Parking
+ Kurzer Gehweg
+ Für ein kleines Orchester: Top Leistung
Neutral:
~ Verschiedene Interaktionen weichen vom Film ab.
~ bsp.: Tod des Biests
~ bsp.: Maison de lunes wurde "Irrenhaus"
Negativ:
- Sitze waren unbequem, hier bitte eine Nachbesserung
- Ungarisch/Slawischer Akzent war schwer bis sehr schwer zu verstehen
- Aussehen von Le Fou, absolut nicht wie im Film
Fazit
Die Magie von Disney war zu spüren, definitiv. Man hat gesehen, dass jeder einzelne mit Liebe und Charm dabei war. Da hier die positiven Punkte in der Mehrheit sind, ist meine Wertung folgender:
4 von 5 Mickey's. Ich ziehe nur einen Punkt ab, da viele Leute sich über den Akzent aufregen und vieles nicht verstanden. Dafür können die Schauspieler nichts und ist auch keine Kritik sondern ich muss auch gestehen: Es gehört eine Menge Mut dazu mit dem Akzent auf die Bühne zu gehen und das in Hochdeutsch zu singen bzw. zu performen. Deshalb Danke dafür!
Ich möchte nochmal erwähnen: Dies ist eine persönliche Wertung. Was mir gut gefällt, heißt noch lange nicht, dass es Dir gefällt. ;-)
Ein Besuch wird von mir absolut empfohlen. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt auch!

