Von den Pio­nie­ren von Fort Com­stock bis zu den fried­li­chen Gebie­ten der Cot­ton­wood Creek Ranch ist Fron­tier­land eine Hom­mage, an die Erobe­rung des Wes­tens und den Gold­rausch, wie ihn Legen­den und Hol­ly­wood beschrie­ben haben. Wer­fen wir einen Blick auf die Fil­me, die das Land des Wes­terns inspi­riert haben…


Die Atmo­sphä­re des Fron­tier­land ist eine ein­zig­ar­ti­ge, aus­ge­wo­ge­ne Mischung aus Rea­lem und Ima­gi­nä­rem. Jeff Bur­ke und sein Team von den Dis­ney Ima­gi­neers haben die zu bestau­nen­den Land­schaf­ten des ame­ri­ka­ni­schen Wes­tens vom Monu­ment Val­ley bis nach New Mexi­co fest­ge­hal­ten, die sie wäh­rend einer unver­gess­li­chen Stu­di­en­rei­se durch die USA mach­ten. Sie tauch­ten in die authen­ti­sche Geschich­te der Erobe­rung des Wes­tens und des Gold­rau­sches ein, und all die­se Hin­wei­se fin­den sich noch heu­te die Objek­te in der Vege­ta­ti­on und des Lan­des.


Das Ima­gi­nä­re stammt von den unzäh­li­gen Wes­tern Hol­ly­woodssto­rys, die die­sen mythi­schen Orten und Ereig­nis­sen der Ver­gan­gen­heit neu­es Leben ein­ge­haucht haben. Städ­te der Pio­nie­re, Gold­su­cher, Züge und Damp­fer, Ran­ches mit­ten in der Ebe­ne, alle Deko­ra­tio­nen der Gold­schmie­de der Traum­fa­brik waren so vie­le wert­vol­le Refe­ren­zen für die Schöp­fer von Thun­der Mesa, dem Klei­nen. Fron­tier­land Berg­bau­ge­mein­de.


Natür­lich ori­en­tier­ten sich die Ima­gi­neers an die Fil­me der Walt Dis­ney Stu­di­os. Ange­fan­gen mit Davy Cro­ckett und die Fluss­pi­ra­ten (1956), wo sehen, wie der berühm­te Trap­per in einem rasan­ten Ren­nen gegen den legen­dä­ren Mike Fink antrat. Die­ses Fluss­aben­teu­er wird die Kulis­se der Flüs­se des Fer­nen Wes­tens sowie zwei nicht mehr exis­tie­ren­den Attrak­tio­nen, River Rogue Keel­boats und Indi­an Canoes, mit denen Du ruhig an Bord eines tra­di­tio­nel­len Kiel­boots oder Kanus um den Big Thun­der Moun­tain segelst. 


The Lucky Nugget

Ein wei­te­rer Dis­ney-Film, der als Inspi­ra­ti­on für das Fron­tier­land dien­te, ist The Adven­tures of Bull­whip Grif­fin, eine Komö­die aus dem Jahr 1967, in denen zwei Wai­sen­kin­der und ihr But­ler (der berüch­tig­te Bull­whip Grif­fin) gezwun­gen sind, ihr Haus in Bos­ton zu ver­las­sen. Sie haben sich dann nach San Fran­cis­co bege­ben, wo der Gold­rausch gera­de erst begon­nen hat. Nach vie­len Aben­teu­ern tref­fen sich unse­re drei Hel­den in einem Salon namens… The Lucky Nug­get. Zu die­sem Anlass wur­de sogar ein Lied von den Sher­man-Brü­dern namens “The Girls of San Fran­cis­co” geschrie­ben und kom­po­niert, in dem auch die­ser Salon erwähnt wur­de. Der Name des Haupt­un­ter­hal­tungs­or­tes von Thun­der Mesa war genau rich­tig !


Big Thunder Mountain

Fron­tier­lands fil­mi­sche Refe­ren­zen beschrän­ken sich jedoch nicht nur auf die hei­mi­schen Dis­ney-Pro­duk­tio­nen. Jeff Bur­ke schlug sei­nem Team vier beson­ders berühm­te Wes­tern vor, auf die sie sich inspi­rie­ren las­sen konn­ten, um sich Thun­der Mesa und sei­ne Umge­bung vor­zu­stel­len.

Der ers­te von ihnen ist kein ande­rer als Das war der wil­de Wes­ten (How the West Was Won, 1962), ein legen­dä­rer Film, der das Schick­sal einer Pio­nier­fa­mi­lie zwi­schen 1839 und 1889 anhand von fünf epi­schen Gemäl­den erzählt. Es ent­hält vie­le Ele­men­te, die sich auf die Geschich­te und Geo­gra­phie des Fron­tier­land über­tra­gen, vom Gold­rausch bis zum Monu­ment Val­ley mit sei­nen atem­be­rau­ben­den Land­schaf­ten, die den Big Thun­der Moun­tain ent­stan­den las­sen haben.


Cowboy Cookout Barbecue

Der letz­te Scharf­schüt­ze (The Shoo­tist, 1976) ist John Way­nes letz­ter Film. Gedreht in Carson City, berühmt für sei­ne Sil­ber­mi­nen, erzählt die Geschich­te der letz­ten Tage eines “Asses des Abzugs”, der sich in eine Pen­si­on zurück­zog, und genau die­se Pen­si­on dien­te den Ima­gi­neers für Cot­ton­wood als Inspi­ra­ti­on Creek Ranch und die Cow­boy Cookcout Bar­be­cue Scheu­ne.


Silver Spur : Steakhouse

Tomb­stone (1993) erzählt die Ereig­nis­se nach, die zum berühm­ten O.K.-Shooting geführt haben. Die Kulis­sen des Films beein­druck­ten beson­ders die Desi­gner von Fron­tier­land, sei es hin­sicht­lich der Ästhe­tik der Gebäu­de an der Main Street, der Innen­aus­stat­tung oder der Land­schaf­ten. Der Film wur­de unweit der rea­len Stadt Tomb­stone in den Old Tuc­son Stu­di­os gedreht, die als Kulis­se für vie­le Wes­tern bekannt sind. Jeff Bur­ke ver­brach­te drei Tage dort, um die­se Deko­ra­tio­nen aus jedem Blick­win­kel zu stu­die­ren und zu foto­gra­fie­ren. Ins­be­son­de­re die des berühm­ten “Ori­en­tal Saloon”, der als Grund­la­ge für die Deko­ra­ti­on des Lucky Nug­get dien­te.

Der vier­te Film und nicht zuletzt : Sil­ver­a­do (1985) von Law­rence Kas­dan, die Geschich­te von vier Aben­teu­rern, die sich zusam­men­schlie­ßen, um einer klei­nen Stadt vor dem Miss­brauch eines rei­chen Ver­mie­ters zu hel­fen und zu ver­tei­di­gen. Der Film wur­de in New Mexi­co vor einer Kulis­se (ein­schließ­lich der Main Street in Sil­ver­a­do) gedreht, die sehr spe­zi­fisch für die Archi­tek­tur der dama­li­gen Klein­städ­te im Wes­ten gewe­sen ist. Sie inspi­rier­ten die Ima­gi­neers zu bestimm­ten Fas­sa­den von Thun­der Mesa und ins­be­son­de­re zu denen des Sil­ver Spur Steak­house.



Die Musik

Die Musik für den Film, signiert von Bruce Brough­ton (Das Visio­na­ri­um, “Lieb­ling, ich habe das Publi­kum geschrumpft”, Ciné­Ma­gi­que, Ber­nard und Bian­ca im Kän­gu­ru-Land), wur­de für einen Oscar nomi­niert, und wäh­rend Jeff Bur­ke die Melo­die hör­te, hat­te er den Idee, es in die Hin­ter­grund­mu­sik des Lan­des zu inte­grie­ren. Er bot es Glenn Bar­ker, Medi­en­de­si­gner bei Walt Dis­ney Ima­gi­nee­ring, an, der ihn schließ­lich ermu­tig­te, mehr auf­zu­neh­men. Vom Zug, der drei­mal pfeift, bei der Rück­kehr zur Mine, und vie­les mehr um die Hörer in die Welt die­ser Fil­me zu ent­füh­ren, die sie (wie­der) ken­nen­ler­nen und lie­ben. Im Nu sind sie selbst Pio­nie­re gewor­den, Cow­boys und Cow­girls. Das Aben­teu­er kann begin­nen !

Die­ser Pro­zess erwies sich außer­dem als so effek­tiv, dass ande­re Parks spä­ter davon inspi­riert wur­den und ähn­li­che west­li­che Hin­ter­grund­mu­sik von Fron­tier­land in den Parks von Kali­for­ni­en und Flo­ri­da lief.


Die eigene Note macht’s aus

Zusätz­lich zu den vier legen­dä­ren Fil­men brach­te jeder Ima­gi­neer im Team sei­ne eige­nen Refe­ren­zen mit. Für den Desi­gner und Deko­ra­teur John Patrick “Pat” Bur­ke war es John McCa­be (McCa­be und Mrs. Mil­ler, 1971), des­sen Hand­lung 1902 in einer klei­nen Berg­bau­stadt in den Ber­gen des Staa­tes statt­fin­det. In die­sem schwie­ri­gen Umfeld ist der ein­zi­ge Weg, Mate­ri­al und Aus­rüs­tung zu trans­por­tie­ren, ein Dampf­trak­tor, der mehr­mals im Film vor­kommt, begab er sich auf die Suche nach Requi­si­ten für Fron­tier­land und reis­te durch Ame­ri­ka. Die Mühe lohn­te sich, da er es schaff­te, eine sol­che Maschi­ne zu bekom­men. Er fand es auf einer Farm in Mis­sou­ri, die von sei­nen Besit­zern fast ver­ges­sen wur­de, und heu­te befin­det es sich natür­lich etwas außer­halb des Big Thun­der Moun­tain, direkt neben der Thun­der Mesa For­ge.


Wenn Hol­ly­wood-Fil­me­ma­cher sich von Land­schaf­ten und authen­ti­schen Fak­ten inspi­rie­ren lie­ßen, um ihre Fik­tio­nen zu kre­ieren, war es dies­mal die Fan­ta­sie, die es ermög­lich­te, sich wie­der mit der Rea­li­tät zu ver­bin­den und ein Berg­bau­er­be zu bewah­ren, das im Begriff war, zu ver­schwin­den. Das ist auch die Magie von Fron­tier­land !

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