Eine Geschich­te, die sehr wohl mit Dis­ney zu tun hat und in der Com­mu­ni­ty unter­schätzt wird. Die Manu­fak­tur Arri­bas. In die­sem Bei­trag erfährst Du alles zu dem engen Part­ner vom Dis­ney­land Paris und Dis­ney all­ge­mein und was sie so beson­ders macht.

Die Geschichte

Lan­ge Zeit in der spa­ni­schen Stadt von Coru­na hat eine Glas­blä­ser­fa­mi­lie gelebt. Ihr Wis­sen geben sie wei­ter. Gene­ra­ti­on für Gene­ra­ti­on. Es fing 1960 unter dem Ein­fluss vom Vater und Groß­va­ter an, dass Alfon­so und Tomas ihre Tech­nik und Knif­fe für das Glas­bla­sen erlern­ten. 

Die spa­ni­sche Regie­rung war auf der Suche nach jun­gen Künstler:innen 1964 die Kunst ihres Lan­des auf eine Welt­aus­stel­lung in New York zu brin­gen. Bei die­ser Gele­gen­heit tra­fen sich die Arri­bas-Brü­der zum ers­ten Mal mit Walt Dis­ney, was ihr Leben auf den Kopf stell­te.

So began­nen die Brü­der ihren ers­ten Store und Stu­dio im Dis­ney­land in Kali­for­ni­en zu eröff­nen. 

Seit­dem steht die Fami­lie Arri­bas mit ihrem Know-How in der Glas­kunst immer zur Sei­te. Dabei wur­de das Gan­ze wei­ter aus­ge­baut um immer spek­ta­ku­lä­re­re Vor­fü­grungen anzu­bie­ten. Vom Glas­bla­sen mit Stock und Fackel bis zum Kris­tall­schlei­fen und Glas­gra­vie­ren. 

Auch wur­de Arri­bas in Frank­reich sess­haft und nann­te sich “Arri­bas France” im Okto­ber 1991 um im Dis­ney­land Paris mit am Start zu sein. Seit dem und bis heu­te arbei­ten unse­re Magiekünstler:innen flei­ßig an der Her­stel­lung unter größ­ter Geheim­hal­tung an der Rea­li­sie­rung Samm­ler­ob­jek­ten aus Glas, die man unbe­dingt ent­de­cken muss. 

Du kannst jeder­zeit die Krea­tio­nen bestau­nen, denn hier ist alles unter höchs­tem Auf­wand per Hand ver­ar­bei­tet. Die Manu­fak­tur zu besu­chen, ist jeder­zeit mög­lich. Dazu fin­dest Du alle Infor­ma­tio­nen (in Eng­lisch oder Fran­zö­sisch) hier. 

Alter­na­tiv kannst Du auch im Dis­ney­land Paris schau­en. Wo genau ? Im Mer­lin Shop (Dorn­rös­chen­schloss) oder Harrington’s (Main Street USA).

Das Know-How

Die Kunst des Glas­hand­werks wur­de 2019 offi­zi­ell in das Inven­tar des fran­zö­si­schen Kul­tur­er­bes auf­ge­nom­men.

Eine groß­ar­ti­ge Aner­ken­nung an unser Hand­werk. Denn es zeigt eine Wert­schät­zung an der Kunst.

Stock­blä­ser, Ver­gol­der, Deko­ra­teur, Polie­rer, alle sind nun offi­zi­ell als Hand­wer­ker aner­kannt.

Als Erben des uralten Know-hows von seit über 200 Jah­ren, sind sie stän­dig auf der Suche nach den bes­ten Talen­ten für die Krea­ti­on ihrer Pro­duk­te, das Schlei­fen und Gra­vie­ren von Kris­tall und Glas, um die Qua­li­tät unse­rer Leis­tun­gen zu garan­tie­ren.

Als sol­che beherrscht die Manu­fak­tur Arri­bas eine Rei­he unter­schied­li­cher Glas­be­ar­bei­tungs­tech­ni­ken.

Glasbläserei mit Schweißbrenner /​ Rohr

Die Glasbläser:innen ent­wer­fen und pro­du­zie­ren Deko­ra­ti­ons- und Sou­ve­nir­ob­jek­te aus gespon­ne­nem oder mund­ge­bla­se­nem Glas. Dabei ver­wen­den sie Glas­stä­be von über 1,50 Meter Län­ge und unter­schied­li­chen Durch­mes­sern, um das gewünsch­te Stück zu fer­ti­gen. Sie ver­wen­den dabei die Flam­me, um das Glas zu erhit­zen es damit zu erwei­chen und zu for­men.

Mit einem leich­ten Bla­sen, wird die Arbeit mit dem Glas­rohr in die gewünsch­te Form gebracht. Das Glas ist gegen Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen bestän­dig. Dies nennt man “Boro­si­li­kat”.

Auf die (Glas)Größe kommt es an

Die Grö­ße des Gla­ses wird durch Abrieb mit ver­schie­de­nen Arten von Dia­man­ten­schei­ben her­ge­stellt. Der spe­zi­el­le Glanz wird durch den spe­zi­el­len Polier­vor­gang mit Kork- und Bims­stein­schei­ben und anschlie­ßen­dem Cer­oxid­po­lie­rung rich­tig in Schuss gebracht.

Sandstrahlmaschinentechnik und die Glasdekoration

Sand­strah­len ist ein Ätz- und Gra­vier­pro­zess, bei dem ein star­ker Sand­strahl auf das Glas­ob­jekt pro­ji­ziert wird. Die Sand­kör­ner ermög­li­chen durch die Bil­dung klei­ner Hohl­räu­me einen mat­ten oder sati­nier­ten Effekt, um ein Mus­ter auf das Glas zu “zeich­nen”.

Das funk­tio­niert dann wie im Kin­der­gar­ten : Eine Scha­blo­ne wird manu­ell nach dem gewünsch­ten Mus­ter geschnit­ten und auf das Glas gelegt. Dabei wer­den die bedeck­ten Stel­len nicht gra­viert. 

Die Deko­ra­ti­on durch Sand­strah­len ermög­licht die Bear­bei­tung ver­schie­dens­ter Mate­ria­li­en wie Glas, Kris­tall, Mar­mor, Kup­fer, Holz, Schmuck, Kera­mik und vie­lem mehr. Die Ästhe­tik kennt somit kaum Gren­zen. 

Tiffanys Kunstmalerei

Wäh­rend der rest­li­che Euro­päi­sche Teil mehr mit Blei­glas arbei­tet, hat sich die Fami­lie Arri­bas gewünscht mehr ange­spornt zu wer­den, als sie in Ame­ri­ka anka­men. So haben sie im Lau­fe der Jah­re die Tech­nik von Tif­fa­ny gelernt zu beherr­schen.

Die Schrit­te ähneln der tra­di­tio­nel­len Tech­nik der Glas­ma­le­rei : Ein Modell, ein Kar­ton, Glas­aus­wahl, Schnei­den, Bema­len und Schlei­fen. 

Die plas­ti­sche Ver­for­mung (Crim­pen) benö­tigt hier kein Blei son­dern ein Kup­fer­kle­be­band, mit dem jedes Werk­stück umge­ben ist. Dies ver­leiht dem Pro­dukt eine grö­ße­re Leich­tig­keit.

Meinung : Unterschätzung einer hohen Kunst

Glas­bla­sen so wie das Deko­rie­ren, Schnei­den, Gra­vie­ren, Polie­ren usw. ist eine ein­zig­ar­ti­ge Kunst. Wer in den Mer­lin Shop oder Harrington’s vor­bei­schaut, sieht tol­le Cast Mem­ber ihrem Job nach­ge­hen. Dabei sieht man meist wel­che am Schweiß­bren­ner und for­men Glas­stü­cke für eine Figur (bei­spiels­wei­se : Rose von Beau­ty and the Beast) oder aber auch Zau­ber­stä­be, die indi­vi­du­ell für jeden ein­zel­nen Gast abge­stimmt wird. Natür­lich gibt es auch limi­tier­te Zau­ber­stä­be die abso­lut ein­ma­lig sind und mei­nen höchs­ten Respekt zöl­len. 

Ich sage schon seit ich mei­ne Tat­toos erhal­ten habe : Ich zah­le ger­ne für Din­ge, die hand­ge­macht sind. Auch wenn es mehr als üblich ist. Dabei erzählt das Objekt eine Geschich­te über Träu­me, Pas­si­on und Kön­nen über den Schöp­fer des Samm­ler­stücks. Auch hier hat Dis­ney ein gutes Auge gehabt, denn hier kann man wirl­kich aus Träu­men tol­le Sachen kre­ieren. Denn das Uni­ver­sum, die Dumm­heit aber auch die Fan­ta­sie des Men­schen kennt kei­ne Gren­zen. 

PS : Beim Schrei­ben vom Arti­kel fiel mir auf, dass Arri­bas France den 30. Geburts­tag fei­ert. Hap­py Bir­th­day mei­ne Freun­de !

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