Raya und der letzte Drache

Raya und der letzte Drache erscheint am 05.03.2021 bei Disney+ mit dem VIP-Access. Ob dieser Film Potenzial hat sich gegen andere Disney-Filme zu behaupten wirst Du hier in meiner Filmkritik erfahren.

© 2020 Disney. All Rights Reserved.

Worum geht es?

Die Handlung ist asiatischen Ursprungs. Um genau zu sein soll es aus den Philippinen sein. 

Um es kurz zu fassen: 
Es gibt ein Land namens Kumandra. Dieses Land wird von dunkeln Mächten den Druun bedroht und wird von Drachen befreit. Doch nach dem epischen Kampf, entstand ein Drachenjuwel und es wird noch gemunkelt, dass ein Drache noch existiert. Durch den Neid und Habgier der anderer Völker um die letzte Drachenmagie, hat sich Kumandra in fünf Völker gesplittet: Herz, Kamm, Zahn, Klaue und Schweif. Warum diese so heißen, wirst Du im Film sehen. 

Raya ist die Prinzessin von Herz und gemeinsam mit ihrem Vater Beschützer des Drachenkristalls der sich dort versteckt hält. Ihr Vater ist voller Hoffnung und möchte Kumandra wieder in Frieden zusammenzuführen. Doch das geht schief und der Kristall kommt „abhanden“. Durch diese Aktion kehren die Druuns zurück und alles steht auf dem Spiel. Raya sucht also Hilfe um Kumandra wieder zu vereinen. Die Suche nach dem letzten Drachen namen Sisu beginnt. Doch Raya und der letzte Drache werden fündig, sonst würde der Filmtitel ja nicht passen.  

Danach klappert sie die einzelnen Völker ab um den Kristall „wiederherzustellen“, findet neue Freunde. Ob sie es schaffen? Das lasse ich hier offen.


Lohnt es sich den Film zu schauen? (Spoilerfrei)

Der Film spricht einige asiatische Philosophien an. In der aktuellen Zeit trifft Disney durch den Film wieder den Nerv und ins Schwarze. Es ist ein Film in dem Werte wie Vertrauen angesprochen werden. Etwas was in der aktuellen Zeit mehr als nötig ist. Im Film wird gar nicht gesungen und es gehört nicht zu den „kitschigen“ Disneyprinzessinnen-Filmen. Hier wird auch stark auf die weibliche Besatzung  und weniger auf die sogenannte „toxische Männlichkeit“ gesetzt. Das begrüße ich sehr und empfinde es auch als wichtig, dass man Mädchen und Frauen zeigt, dass jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht alles schaffen kann. 

Der Film kostet derzeit 21,99 via Disney+, doch die wichtigste Frage ist: „Lohnt es sich den zu schauen?“

Meines Erachtens nach, sind viele Disneyland Paris Besucher*innen es gewohnt Geld auszugeben. Wieso soll man nicht 21,99 ausgeben, was man eh im Disneyland getan hätte? Ist zwar jetzt kein gutes Argument, dennoch möchte ich es erwähnt haben. Wie bei Mulan auch, vertrete ich die Meinung, wenn man eine Familie ist aus mind. 3 Personen schon der Preis sich rein rechnerisch lohnt. Ein Kinobesuch kostet je nach Ort und Kino ca. 8-10 Euro. Bei 3 Personen wären wir schon über die 21,99 Euro gekommen. Der Film bleibt dauerhaft bei Disney+ und kannst den Film öfters anschauen.

Persönlich habe ich den Film schon mehrmals angeschaut und empfinde ihn nach wie vor sehr toll. Rotten Tomatoes stuft den Film mit 95% ein, was nicht oft vorkommt. Einige Kritiker unterstellen dem Film „wenig Innovation“ oder meinen, dass Disney lieber „auf Nummer sicher gehen will“. Auf den ersten Blick ist der Film tatsächlich vorhersehbar und es gibt Passagen, die man sicher gestalten kann. Allerdings hat er mich emotional erreicht, was bei mir nicht einfach ist. Die Persönlichkeiten die man alle im Film trifft sind wirklich liebenswert und zeigen tolle Eigenschaften. Auch sind die Farben richtig toll gestaltet im Film und es macht einem wirklich Spaß zuzuschauen. Vergleichen tue ich sehr ungerne, jedoch empfinde ich ihn diesen Film besser als Soul von Pixar. Vielleicht liegt es daran, dass man mich aus der Realität nehmen konnte und aus der Tristesse ziehen konnte? Ich weiß es nicht. Allerdings empfinde ich ihn als lohnenswert. 

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Warnung: Spoiler ab hier

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Sisu findet sie mit Erfolg und sucht nach den Drachenkristallsplittern um sie zusammenzusetzen und nochmal die Druuns zu vertreiben, wie es Sisu vor 500 Jahren gemacht hat. Im Film gibt es eine Rivalin die mit Raya anfangs im Film kämpfte und dadurch der Drachenkristall bricht, jedes Volk nimmt sich ein Splitter und verschwindet. Dadurch kommen die Druun und verwandeln alles in Stein, womit es in Kontakt kommt. So wird die halbe Welt in Stein verwandelt und Raya macht es sich gemeinsam mit Sisu zur Aufgabe wieder alles zurückzubringen. 

Während des Abenteuers wird einem klar, dass Sisu ein Urvertrauen zu jedem Menschen und Lebewesen aufbaut. Allerdings versucht Raya ihr die Realität beizubringen. Am Ende des Films wird das Vertrauen wichtig und entscheidet darüber, ob das Team alles schafft oder nicht. Mehr verrate ich jetzt nicht. 😉

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Meine Meinung zum Film

Zunächst einmal war der Film schon vorhersehbar. Auch wusste ich, dass am Ende alles gut geht. Das ist auch typisch für Disney. Was anderes erwarten wir auch nicht. Im Gegenteil: Man fordert es auch. 

Sisu gefällt mir am meisten von allen. Raya spielt zwar eine große Rolle, aber ich empfinde den Drachen als absoluter Favorit. Ein Grund den wirklich auf meinen Arm zu tätowieren, denn sie ist es die jedem Urvertrauen schenkt. Zwar kommt sie wie ich auch mal in Teufelsküche, aber das ist egal. Das ist das was mich so berührt. Vertrauen schenken, auch wenn man Jemanden nicht kennt. Zwar trifft es hart, wenn man verarscht wird, aber Vertrauen ist in dieser aktuellen Zeit so wichtig. Vor allem bei der Pandemie. Viele sind nur noch misstrauisch und hinterfragen alles. Zwar ist das Nutzen der grauen Zellen mehr als richtig, aber alles hinterfragen macht müde und verunsichert andere. Umso mehr schenkt mir der Film so viel Hoffnung und zeigt, dass man alles gemeinsam schaffen kann. Man muss nur den ersten Schritt machen. 

Ich habe Raya und der letzte Drache in deutscher Fassung angeschaut und empfinde die Synchronstimmen als angenehm. Auch wurde von Disney nicht wieder alles recycelt und man hört einen Manuel Straube und Konsorten. Es war erfrischend. Zwar erkennt man die ein und andere Stimme, aber es sind nicht wie so üblich immer die Gleichen. Auch die stark weibliche Besatzung gefällt mir so gut. Es zeigt Mädchen und Frauen sowie Jungs und Männern, dass jeder unabhängig vom Geschlecht alles schaffen kann. Auch gibt es eine Szene, die Herrschaften gefangen genommen werden und „vor Angst“ erzittern sollen vor einem Krieger. Doch hinter diesem Menschen stecken Gefühle. Jemand der sie sogar zeigt trotz typisch „männlicher Merkmale“ und seine Bedürfnisse nennt. Ich empfinde das als fortschrittlich. Oft werden Kinder und Männer so erzogen „hart“ zu sein und „keine Gefühle“ zu zeigen. Tatsächlich ist die deutsche Kindererziehung  in verschiedenen Gegenden noch auf dem Stand vom 20ten Jahrhundert, was ich absolut nicht begrüße als Erzieher. Es gab auch herrliche Passagen, wo ich herzhaft lachen musste, weil sie das naive Denken von Sisu einfach so herrlich ist und trotzdem funktioniert. Einfach herrlich.


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Ab hier: Spoilerfrei

Meine Wertung:

Der Film verdient seine 5 Mickeys. Warum? Im Großen und Ganzen ist Raya und der letzte Drache für Jedermann geeignet. Es ist ein Film, der Hoffnung und Vertrauen in die Welt bringt, hoffentlich genau die Hoffnung, die uns bald aus der aktuellen Lage befreit. Wie Oben auch erwähnt: „Hier wird auch stark auf die weibliche Besatzung  und weniger auf die sogenannte „toxische Männlichkeit“ gesetzt. Das begrüße ich sehr und empfinde es auch als wichtig, dass man Mädchen und Frauen zeigt, dass jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht alles schaffen kann.“

Was wir jetzt brauchen ist ein wenig Vertrauen und Hoffnung? Findest Du nicht auch?


Noch weitere Fragen? Dann schreibe mir per Mail. Die findest Du hier.

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